VfB steht trotz großartigen Hallenfußballs mit leeren Händen da

Platz 4 beim Berlin-Liga-Hallenturnier

Der VfB Hermsdorf hat als Titelverteidiger beim Hallenturnier der Berlin-Liga streckenweise traumhaften Fußball gespielt und ging trotzdem enttäuscht nach Hause. In der Vorrunde zündete die wieder von Volker Marx gecoachte Mannschaft (Trainer Jörg Schmidt verfolgte das Turnier von der Tribüne aus) ein wahres Feuerwerk. Bestechende Kombinationen, teilweise traumhaft herausgespielte Tore und taktisch diszipliniert ließen die Rot-Weißen ihrer Konkurrenz in der Gruppenphase nicht den Hauch einer Chance. 13:1 Tore und maximale neun Punkte aus drei Spielen war die beeindruckende Bilanz. Die Siege gegen Empor (5:0), Stern 1900 (4:1) und den TSV Rudow (4:0) begeisterten nicht nur die angereisten VfB-Anhänger, sondern auch die neutralen Zuschauer.

Im Halbfinale wartete dann die VSG Altglienicke. Gegen den Tabellenführer der Berlin-Liga hatte es am vergangenen Sonntag beim Vorrundenturnier die bislang einzige VfB-Niederlage unter dem Hallendach gegeben. Leider konnten die Südost-Berliner dies wiederholen und setzten sich nach dramatischem Spiel mit 2:1 durch. Altglienicke siegte auch im anschließenden Finale, der VfB hingegen unterlag im Neunmeterschießen um Platz 3 (ausgespielt wird dieser Platz traditionell nicht) dem SV Empor mit 4:5.

Am Ende also blieb an Stelle der angestrebten Titelverteidigung lediglich Platz 4, womit die Hermsdorfer deutlich unter Wert geschlagen wurden. Am Ende aber bleiben aus VfB-Sicht vor allem positive Erinnerungen. Ergebnisse aus der Halle sollten nicht überbewertet werden, was ihren Wert für den „echten“ Fußball angeht. Dennoch geben die gezeigten spielerischen Leistungen Mut für den anstehenden Abstiegskampf in der Berlin-Liga.

Lars Schepull