Senioren sind Berliner Pokalsieger

Einen wahrhaft historischen Tag konnte die Fußballabteilung des VfB Hermsdorf am Himmelfahrtstag begehen. Beinah zeitgleich gewannen sowohl die Senioren (Ü 32) als auch die 2. Mannschaft des Vereins den Berliner Pokal. Damit hat sich der einst durch die großen Cup-Erfolge der 1. Mannschaft geprägte Slogan „Wir sind Pokal“ wieder einmal bewahrheitet.

Die Senioren gingen als Außenseiter in ihr Endspiel. Gegner war die Mannschaft von Hertha BSC, dem Berliner Meister, bei dem etliche ehemalige Profis kicken. Nicht überraschend übernahmen die Herthaner zunächst auch das Zepter und hatten die große Chance, durch einen Foulelfmeter früh in Führung zu gehen. Zum Glück für die Rot-Weißen landete der Strafstoß neben dem Tor. Besser machte es VfB-Stürmer Kusche bei einem Freistoß nach einer halben Stunde Spielzeit, der sich unhaltbar ins Netz senkte. Mit einer etwas glücklichen 1:0-Führung ging es in die Kabinen. Nur fünf Minuten nach Wiederbeginn erzielte wiederum Kusche das 2:0, indem er einen mustergültigen Konter abschloß. Obwohl noch 40 Minuten zu absolvieren waren, erwies sich dieser Rückstand als Genickbruch für die Herthaner, die mit zunehmender Spieldauer resignierten. In der Schlußphase hätte der VfB bei Kontern sogar noch erhöhen können, schlußendlich blieb es aber beim 2:0 im Stadion Lichterfelde.

Der VfB spielte mit: Bergant; A. Bozinovski; Molkenthin, Assheuer; Dudey, Michael, T. Röttgen, Siebenäuger; Er (87. Eltner); Schulze (71. Jäntsch), Kusche (65. Z. Bozinovski).

Einziger Wermutstropfen an diesem Tag war, dass sich die nicht-aktiven VfBer zwischen zwei Pokalendspielen mit Hermsdorfer Beteiligung und dem traditionellen Andi-Peick-Turnier entscheiden mussten. Umso schöner, dass man sich anschließend in großer Runde und in sehr guter Laune auf dem Sportplatz traf. Apropos Andi Peick: Er, der sein viel zu kurzes Leben lang VfBer durch und durch war, hätte vermutlich mit den Senioren auf dem Rasen des Stadion Lichterfelde gestanden. Insofern war es auch sein Tag, nicht nur wegen des in seiner Erinnerung abgehaltenen Turniers.

Lars Schepull