Ein Albtraum an der
Hubertusallee
VfB verliert beim BSC drei Punkte und drei
Spieler per Platzverweis
In der
ersten Halbzeit zeigten sich die Rot-Weißen von ihrer
besten Seite. Flüssige
Kombinationen, schneller Fußball,
disziplinierte Taktik; vollkommen verdient hieß es nach einer halben Stunde
Spielzeit 2:0 für die Schmidt–Schützlinge.
Zunächst hatte Stephan Trebess per Elfmeter (Florian Venz
war gefoult worden) getroffen. Wenig später konnte Venz selber
dann auf 2:0
erhöhen, nachdem er mustergültig von Niclas Warwel bedient
worden war. Der VfB
hatte Möglichkeiten, den Vorsprung noch vor der Pause weiter
auszubauen, aber
gute und beste Chancen wurden vergeben.
In
zweiten Durchgang überschlugen sich die Ereignisse dann
regelrecht. Die
Gastgeber kamen zunächst nach einem Hermsdorfer Abwehrfehler zum
Anschlusstreffer. Als Oliver
Münchow per
Kopfball kurze Zeit später den alten Abstand wieder herstellte,
schienen die
drei Punkte nach Hermsdorf zu gehen. Aber wieder konnte der BSC
verkürzen,
diesmal mit einem schönen Fernschuss, und als ein Spieler des Gastgebers im Strafraum zu Boden
sank,
entschied der Schiedsrichter auf Foulelfmeter. Dieser wurde verwandelt
und es
stand nun 3:3. Fühlte sich dies nach dem Spielverlauf bereits wie
eine Niederlage
für den VfB an, kam es in den letzten 10 Minuten noch viel
schlimmer. Zunächst
foulte Danny Teichfischer einen BSCer an der Srafraumgrenze, der
Schiedsrichter
pfiff Freistoß. Nun
übernahm erstmalig der Linienrichter die Hauptrolle. Mit seinem
Fähnchen winkte
er den Schiedsrichter zu sich, nach kurzer Diskussion wurde das Foul in
den
Strafraum verlegt, also wieder Elfmeter, wieder Tor und damit 4:3. Zu
allem Überfluss sah Jörn
Feick auch noch Gelb–Rot. Wieder
zwei Minuten säpter,
ein BSCer fällt im Hermsdorfer Strafraum, dritter Elfmeter
für den BSC, 3:5.
War es das? Nein, es ging immer weiter. Nach einem Hermsdorfer Eckball
sank Ex-Profi Sven Meyer zu
Boden, der
Schiedsrichter hatte eine Tätlichkeit von Oliver Münchow
gesehen und schickte
ihn mit glatt Rot vom Platz. Um den Abend abzurunden, sprach er dann
mit der
allerletzten Aktion des Spiels auch gegen Florian Venz einen
Platzverweis aus,
nachdem dieser den Ball wegschoss
und dabei einen BSC-Spieler
traf. Wieder war es übrigens der
eifrige Assistent an der Linie, der seinem “Chef” die rote Karte
empfohl.
Verpasste
Chancen in Halbzeit 1, verlorene
Ordnung in Halbzeit 2, eine atemberaubende Schieds- und Linienrichterleistung zum
Ende des Spiels: die Niederlage hatte viele Gründe. Noch bitterer
wird sie
durch die Tatsache, dass nun in den kommenden Spielen durch Sperren
wichtige
Akteure aus allen Mannschaftsteilen fehlen werden. Die nächsten
Wochen werden nicht
einfach, andererseits hat sich der VfB noch immer aus schwierigen
Situationen
befreien können.
Aufstellung:
Schiemann; Breitschafter; Hampel, Feick; Springer, Rumöller (78.
Pillon), Münchow,
Trebess, Teichfischer; Venz, Warwel.
Lars Schepull