Berlin-Liga- Hallenturnier

Gespannt auf das, was da wohl kommen würde, fuhren wir am zweiten Weihnachtsfeiertag, nun schon fast traditionell, in die Sömmering-Halle. Da wir uns etwas verspätet hatten, wurden wir gleich mit der erfreulichen Nachricht des 5:0-Ergebnisses im ersten Spiel gegen SV Empor begrüßt. Neben Treffern von Danny Teichfischer und Niclas Warwel, gelang Marc Zellner ein sensationeller Hattrick in nur 5 Minuten.

Nun bekam man ein sehenswertes Turnier geboten, in dem die Hermsdorfer durchaus eine führende Rolle spielten. So schreibt die Fussball-Woche:"Dieser Finaltag bot alles, was den Hallenfußball so sehenswert macht. Nicht nur (aber auch) rassige, umkämpfte, von großem und leidenschaftlich körperlichem Einsatz geprägte Duelle. Vielmehr dank Esprit, Raffinesse und technischer Fertigkeit herausgespielte oder erdribbelte Treffer. … Wobei drei Mannschaften dem Rest des Feldes noch eindeutig die Show stahlen. … Dabei düsten und wüteten die Nordberliner mit irrwitzigem Tempo und verblüffenden Positionswechseln förmlich durch die Vorrundengruppe. Sechs verschiedene Torschützen zeugten von einer wiederum von keinem anderen Team erreichten mannschaftlichen Stärke, …“ Von alledem zeugte dann auch das Ergebnis der Gruppe A, bei dem die herausragenden Hermsdorfer nach drei Spielen, 9 Punkte und 13:1 Tore aufzuweisen hatten.

Leider verloren unsere Jungs dann „im wohl besten Spiel des Turniers im Halbfinale“ (FuWo) gegen Altglienicke 1:2.

Um den 3. Platz verloren wir im Neunmeterschießen, gegen den am Beginn des Turniers souverän geschlagenen SV Empor. Warum für ein 10-minütiges Spiel um Platz 3 keine Zeit war, bleibt mir ein Rätsel. So blieben nur der 4. Platz und hängende Köpfe in der Mannschaft.

Der zum Torschützenkönig avancierte Niclas Warwel (7 Treffer) sollte erstmalig bei einem Hallenturnier den Titel gegen seinen Mitbewerber im Neunmeterschießen (Kroll, VSG Altglienicke) erarbeiten. Nichtsahnend musste er, bereits geduscht und umgezogen, antreten und verlor leider die „Krone“. M. E. ein Armutszeugnis für den Verband, dass hier nicht beide Spieler geehrt wurden. Auch Peer Schiemann, mit nur drei Gegentoren bis zum Neunmeterschießen um Platz 3, wurde nicht der beste Keeper des Tages.
So wurde dieser Weihnachtsfeiertag  „Tag des Gefühls“ für den VfB: wir haben gefühlt die beste Mannschaft des Tages gestellt und gefühlt nur knapp den Titel verloren. Vielen Dank an alle Akteure für einen spannenden Fußballnachmittag.

Manuela Hinz-Schiemann