VfB steht nach einem
Wechselbad der Gefühle mit leeren
Händen da
2:3-Niederlage
bei
Lichtenberg 47
Zum
zweiten Spieltag der
Berlin-Liga-Spielzeit 2011/2012
musste der VfB unter der Woche an die Bornitzstraße zum SV
Lichtenberg 47
reisen. Richtig angekommen schienen die Hermsdorfer aber zu Spielbeginn
noch zu
sein; die Gastgeber dominierten das Spiel in der ersten halben Stunde
nach
Belieben und setzten das von Peer Schiemann gehütete Tor von
Beginn an unter
Druck. So war die 2:0-Führung der Lichtenberger nach 25 Minuten
durchaus
folgerichtig und verdient. Nach 14 Minuten hatte ein abgefälschter
Schuss von
Lehmann den Weg ins Tor gefunden. Wenig später dann verwertete
Schreck eine
Bandermann-Flanke zum Ausbau des Vorsprungs. Nach knapp 30 Minuten wie
aus dem
Nichts der Hermsdorfer Anschlusstreffer: Nicklas Warwel setzte sich mit
einer
feinen Einzelleistung durch, behielt die Übersicht und servierte
dem
freistehenden Danny Teichfischer den Ball zum ersten Hermsdorfer
Torerfolg der
Saison. Endlich wachte der VfB auf, so dass man zwar mit einem
Rückstand, aber
nicht ohne Hoffnung in die Kabinen ging.
Nach
der Pause übernahmen
die Gäste schrittweise das Heft
des Handelns und in der 54. Minute konnte dann in der Tat der Ausgleich
bejubelt worden. Ein zu kurz abgewehrter Warwel-Einwurf landete an der
Strafraumgrenze bei Florian Venz, der 47-Keeper Kempter keine Chance
ließ.
Psychologisch war der VfB nun im Vorteil und den anfangs so
überzeugenden
Gastgebern kam die Souveränität abhanden. Psychologie und
Realität waren in
diesem Fall aber nicht deckungsgleich, und so ging Lichtenberg nur 5
Minuten
nach dem Ausgleich wieder in Führung. Nach einem kurz
ausgeführten (und zu
Unrecht gepfiffenen) Freistoß fand eine Hereingabe wiederum
Schreck, der mit
seinem zweiten Treffer des Tages das 3:2 besorgte.
Anerkennenswert
die Leidenschaft, mit dem sich der
VfB nun
gegen die zweite Niederlage im zweiten Spiel wehrte. Und die
Bemühungen, erneut
den Ausgleich zu erzwingen, schienen belohnt zu werden, als
Schiedsrichterin
Kobelt in der 74. Minute auf Handelfmeter für Hermsdorf entschied.
Diese größte
Chance zum Ausgleich wurde aber von Stephan Trebeß vergeben, der
mit seinem
Schuss an Kempter scheiterte. Als dann wenige Minuten vor Spielende der
Ball
doch im Lichtenberger Netz landete, hatte der Linienrichter seine Fahne
gehoben
– eine sehr knappe Entscheidung. So blieb es beim 3:2 für die
Lichtenberger,
die das Spiel in den letzten Minuten nach einer Roten Karte zu Zehnt
beenden
mussten.
Ein bitterer
Abend für den VfB Hermsdorf.
Kann man aber die
Leistung der zweiten Hälfte dauerhaft abrufen, ist es nur eine
Frage der Zeit,
bis das Punktekonto zu wachsen beginnt. Hoffentlich schon am Sonntag
beim mit
zwei Siegen sehr stark gestarteten Aufsteiger SC Staaken!
Aufstellung:
Schiemann;
Breitschafter; Feick, Rumöller;
Springer, Teichfischer (84. Zellner), Münchow, Haustein (75.
Yavas), Bornfleth
(31. Trebeß); Venz, Warwel.
L.S.