Mit einem 2:0-Erfolg am vergangenen Sonntag beim BFC Preussen konnte sich die erste Mannschaft des VfB Hermsdorf ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen. Gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn konnte das Team von Trainer Jörg Schmidt trotz einer durchschnittlichen Leistung das „Sechs-Punkte-Spiel“ für sich entscheiden und die lang ersehnten ersten Auswärtspunkte verbuchen.
Angesichts der enormen Drucksituation, der beide Mannschaften im Abstiegskampf momentan ausgesetzt sind, war beiden Teams die Anspannung anzumerken, wodurch sich ein kampfbetontes Spiel mit rar gesäten fußballerischen Leckerbissen entwickelte. Auf dem großen Rasenplatz an der Malteserstraße überließen die Gäste den Preussen vorerst die Initiative und zogen sich in die eigene Hälfte zurück, um dann mit Kontern über die schnellen Spitzen Venz und Warwel zum Torerfolg zu gelangen. So gelang es den Gästen in Durchgang eins fast vollständig das eigene Gehäuse, in dem Kolodzeycik erneut den an der Hand verletzten Schiemann ersetzte, von Angriffen der Hausherren zu schützen. Auf der anderen Seite kam man selbst nach Balleroberungen zu einigen vielversprechenden Angriffen, die sich in Spielminute 21 erstmals in Zählbares ummünzen sollten: Warwel setzte sich am linken Flügel durch und sein Querpass hinter die Preussen-Abwehr fand am hinteren Pfosten seinen Sturmkollegen Venz, der beherrscht zum 1:0 für den VfB einschob. Den Hermsdorfern war nun sichtlich die Erleichterung anzusehen, die nunmehr zu weiteren Torgelegenheiten kamen, die jedoch oftmals leichtfertig vergeben wurden. So scheiterte unter anderem Warwel zweimal freistehend am BFC-Schlussmann Aydin und verpasste den Ausbau des Halbzeitpolsters für seine Farben.
Nach dem Kabinengang änderte sich sichtlich wenig am bisherigen Spielverlauf. Die Gastgeber stemmten sich nur spärlich gegen die drohende Niederlage und die wieselflinken VfB-Angreifer Warwel und Venz stellten die gegnerischen Innenverteidiger Demir und Zimmermann immer wieder vor große Probleme. Nach 72 Spielminuten sorgte der junge Zellner dann für etwas mehr Wohlbefinden für die Nordberliner, nachdem er den Ball nach einem tollen Warwel-Solo zum 2:0 über die Linie drückte. Die Schwarz-Weiße Heimelf investierte nunmehr alles, um doch noch einmal heranzukommen, doch VfB-Keeper Kolodzeycik musste sich lediglich bei einem Schuss des Preussen Moeckel und einem Freistoß ganz lang machen. Den nunmehr entstehenden Raum zum Kontern hätten die Rot-Weißen dennoch besser nutzen können, um das eigene Torverhältnis ein wenig aufzubessern. In Anbetracht der ernsten Situation im Tabellenkeller sollte man aber dennoch mit den drei wichtigen Punkten zufrieden sein und ein wenig Selbstvertrauen für die drei letzten bevorstehenden Aufgaben vor dem Hinrundenabschluss getankt haben. Dass seit vielen Spielen zudem auch hinten die Null gehalten werden konnte sollte zudem - wenn auch gegen schwache Preussen – Auftrieb verleihen, um hoffentlich am kommenden Sonntag für eine Überraschung zu sorgen und der Eintracht aus Mahlsdorf einen oder auch drei Punkte abringen zu können.
Der
VfB spielte mit: Kolodzeycik - Hampel, Hennings, Gerth - Gaede,
Zellner, Münchow, Rumöller, Bornfleth (74.Teichfischer) -
Warwel, Venz.
Das Spiel der zweiten Mannschaft fiel aus, da der angesetzte Schiedsrichter nicht erschien und die Gastgeber keinen Ersatz organisieren konnten.
KeB