Spektakuläre
Aufholjagd ohne Happy-End
Der VfB unterliegt TeBe mit
3:5 – 2.
Mannschaft Verlierer im Derby gegen Lübars
Fern der Heimat
bleibt der VfB Hermsdorf in der Berlin-Liga in dieser Saison weiterhin
glück-
und punktlos. Im sechsten Auswärtsspiel gab es die sechste
Niederlage, dabei
unterlag man zum zweiten Mal mit dem „Eishockey-Ergebnis“ von 3:5 – wie
vor
einigen Wochen gegen den BSC war dies am Sonntag bei Tennis Borussia
der
Endstand.
Vor 268 zahlenden
Zuschauern gingen die Hausherren in der 21. Minute durch Isik per Kopf
in
Führung, zuvor hatte der VfB den Ball nicht entscheidend
klären können. Schon
sieben Minuten später egalisierte Niclas Warwel für die
Rot-Weißen, als er
einen Konter mit einem schönen Schuss in den Dreiangel
krönte. Anschließend
hatten die Hermsdorfer Glück, dass die Pfeife von Schiedsrichter
Schwemmin
stumm blieb, als Hendschke im Strafraum fiel. Kurz vor der Pause aber
kamen die
Charlottenburger noch zu zwei Erfolgserlebnissen. Zunächst
erzielte Dilber per
Kopfball das 2:1; ein Tor, das fast eine Kopie des ersten
TeBe-Führungstreffers
war. In den Schlusssekunden des ersten Durchgangs konnte Isik mit einem
Traumtor sogar auf 3:1 für seine Farben erhöhen. Freude bei
den in der
Vergangenheit leidgeplagten Veilchen-Fans, Ernüchterung beim VfB.
Zum zweiten Durchgang
stellte Trainer Jörg Schmidt um: für Jan-Ole Springer und
Tobias Hampel kamen
mit Stephan Gerth und Marc Zellner frische Kräfte. Das erste
Lebenszeichen der
Nordberliner ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Kevin
Bornfleth setzte
sich gegen zwei TeBe-Verteidiger durch und verkürzte beherrscht
zum 3:2. Nach
einer Stunde Spielzeit dann sogar der vielumjubelte Ausgleich: Wieder
war es
der unermüdliche Warwel, der Rahden im TeBe-Tor keine Chance
ließ. Maßgeblichen
Anteil am Treffer hatte Youngster Fabricio Hennings, der zunächst
als letzter
Mann in einer Eins-gegen-Eins-Situation klärte und damit zugleich
den
erfolgreich abgeschlossenen Angriff einleitete. Noch eine halbe Stunde
war zu
spielen, und angesichts des psychologischen Vorteils hoffte man im
VfB-Block
sogar auf drei Punkte. Aber es waren die Tennis Borussen, die das Heft
das
Handelns wieder übernahmen und durch einen von Hendschke direkt
verwandelten
Eckball scheinbar in Führung gingen. Der Torjingle wurde von der
Stadionregie
schon eingespielt, aber der Schiedsrichter untersagte dem Treffer
korrekterweise die Anerkennung, da Peer Schiemann im Fünfmeterraum
gefoult
worden war. Einige Minuten später aber holten die Hausherren die
Führung nach:
Einen Freistoß wollte Tobias Breitschafter per Kopf klären,
von seinem Scheitel
senkte sich der Ball aber in hohem Bogen und unerreichbar für
Schiemann ins
eigene Netz. Bemerkenswert die Moral der
Rot-Weißen, nach diesem Nackenschlag erneut alles zu versuchen,
um zumindest
einen Punkt mitzunehmen, und Chancen waren vorhanden. Zunächst
wurde Warwel im
Strafraum gefoult; leider hatte Schwemmin die Szene der ersten Halbzeit
noch im
Hinterkopf und entschied sich wohl bewusst oder unbewusst, hier
ausgleichende
(Un)gerechtigkeit walten zu lassen. In der Schlussminute sorgte der VfB
dann
noch für höchste Konfusion im Veilchen-Strafraum, der Ball
flog wie eine
Flipperkugel zwischen roten und weißen Spielern hin und her, fand
aber nicht
den Weg ins Tor. Im Gegenteil: durch einen Befreiungsschlag standen
drei Weiße
einem Roten vor dem VfB-Tor gegenüber und spielten die Situation
gut aus.
Dejagahs 5:3-Treffer zum Endstand war die Folge.
Wieder einmal ein
spektakuläres Spiel mit vielen Toren; leider diesmal erneut mit
dem besseren Ende
für den Kontrahenten. Am Sonntag steht gegen den Adlershofer BC
das nächste
wichtige Spiel auf dem Programm; diesmal aber auf heimischem
Geläuf, was in
dieser Saison durchaus nicht unwichtig zu sein scheint.
Aufstellung:
Schiemann; Hennings; Feick, Breitschafter; Hampel (46. Zellner),
Trebeß,
Teichfischer (82. Rumöller), Springer (46. Gerth), Gaede; Warwel,
Bornfleth.
Auch für die
2.Mannschaft endete das Wochenende mit einer Niederlage. Gegen den 1.
FC Lübars
hielt man lange gut mit, musste sich aber nach zwei Elfmetertoren
letztlich mit
1:2 geschlagen geben.
L.S.