Die Mission Klassenerhalt hat begonnen
Die 1. Mannschaft siegt 2:1 beim Tabellenletzten Trabzonspor

Mit einem schwer erkämpften 2:1-Sieg bei Schlußlicht NSCC Trabzonspor ist der VfB Hermsdorf in die Rückrunde gestartet. Mit diesen drei Punkten hat die “Mission Klassenerhalt” begonnen, an deren Ende hoffentlich ein weiteres Jahr Berlin-Liga-Zugehörigkeit steht. Auf sieben Stammspieler mußte Trainer Jörg Schmidt im Sportpark Neukölln aus verschiedenen Gründen verzichten, es stand somit fast das letzte Aufgebot auf dem Kunstrasen. Bei unangenehmen äußeren Bedingungen gab es in der ersten Hälfte ein leichtes Übergewicht für die Rot-Weißen, ohne das dies zunächst in Torerfolge umgemünzt werden konnte. Einem Treffer am nähesten kamen Florian Venz, dem der einschußbereite Ball von einem Trabzon-Verteidiger per Flugkopfball vom Fuß genommen wurde, sowie Niclas Warwel, der den Keeper der Gastgeber mit einem Schuß aus halblinker Position in arge Verlegenheit brachte. Auf der Gegenseite bewahrte Peer Schiemann seine Farben mit einer Reflexparade vor einem unverdienten Rückstand. Schließlich war es Venz, der den Bann brach: Nach einem Mißverständnis in der Neuköllner Hintermannschaft reagierte er gedankenschnell und beförderte den Ball ins Netz. Mit einer 1:0-Pausenführung für den VfB ging es in die Kabinen.

Diese jedoch hatte im zweiten Durchgang nur zwei Minuten Bestand, bevor Trabzonspor zum Ausgleich kam. In den darauffolgenden 20 Minuten drohte das Spiel zu kippen, denn die Hausherren wollten nun spürbar einen Heimsieg einfahren, um ihre schlechte Tabellensituation etwas zu verbessern. Beim VfB lief jetzt nicht mehr allzu viel zusammen, lediglich Warwel konnte mit einer Direktabnahme erneut für Gefahr sorgen. Dann aber die 83. Minute: Warwel ging auf und davon und erzielte zum großen Jubel der Hermsdorfer auf und neben dem Platz mit einem platzierten Schuß den erneuten Führungstreffer. In den restlichen sieben Minuten plus Nachspielzeit mußte allerdings noch einmal kräftig gezittert werden. Zunächst prallte ein Trabzon-Kopfball vom Pfosten ins Feld zurück, kurze Zeit später mußte Schiemann erneut sein ganzes Können aufbieten, um ein 2:2 zu verhindern. Umso größer war dann die Erleichterung beim Schlußpfiff von Schiedsrichter Paul. Kein gutes Spiel, aber drei eminent wichtige Punkte für den VfB konnten verbucht werden.

Aufstellung: Schiemann; Hampel; Rumöller, Feick; Bornfleth, Springer (69. Gaede), Haustein (64. Yavas), Trebeß, Zellner; Venz, Warwel.

Lars Schepull