2.Herren des VfB Hermsdorf holen Berliner Pokal
„Amateure“ siegen über Viktoria II mit 4:0 nach Verlängerung
Mit einem eindrucksvollen 4:0-Erfolg nach Verlängerung krönte
unsere zweite Mannschaft eine durchweg positive Saison mit dem Gewinn des
Berliner Pokales. Nach torlosen 90 Minuten musste das Team von Sascha Flemming
bei hochsommerlichem Wetter am Vatertag über die nahezu volle Distanz
von 120 Minuten gehen – gewann das Finale aber in Anbetracht des Spielverlaufes
vollkommen verdient.
Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 30°C trafen am besagten
Herrentag die zweiten Mannschaften des VfB Hermsdorf und BFC Viktoria 89
im Endspiel um den Pokal der zweiten Mannschaften im „kleinen Stadion“ auf
dem Gelände des Friedrich-Ludwig-Jahnsportparks aufeinander. Vier Tage
zuvor konnte sich der VfB noch an der heimischen Seebadstraße gegen
jene Viktoria über einen denkbar knappen 3:2-Heimsieg freuen.
Bereits Sekunden nach dem Anpfiff konnte man der jungen Truppe von Trainer
Sascha Flemming den unbedingten Siegeswillen ansehen, denn rasch erspielte
man sich eine deutliche Feldüberlegenheit, die zunächst in wenig
zählbare Offensivaktionen umgemünzt werden konnte. Erste Schrecksekunde
für die Rot-Weißen dann nach einer knappen halben Stunde, als
der agile Yavas leicht angeschlagen den Platz verlassen musste - für
ihn kam Göhler (24.). Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung tankte
sich dieser mit einem herrlichen Dribbling von der linken Seite in den Sechszehnmeterraum
der 89er und bediente den jungen Zellner mustergültig. Sein Schuss konnte
zunächst geblockt werden, der Abpraller landete bei Haustein, dessen
Schuss ein Viktorianer per Kopf von der Linie kratzen konnte (27.). Der VfB
fortan wie im Rausch: eine herrliche Kombination über die Stationen
Pillon, Habedank, Pillon gelang erneut auf Zellner, der beim Abschluss erneut
nur zweiter Sieger sein sollte (31.). Außer einem Haustein-Freistoß
aus 20 Metern, der knapp links am Tor vorbeistriff (36.) passierte vor dem
Seitenwechsel nichts mehr. So ging es mit einem aus Viktoria-Sicht glücklichen
0:0 in die Halbzeit.
Nach dem Wiederanpfiff schienen noch einige Hermsdorfer den Kopf unter dem
kühlen Wasserhahn, statt auf dem Platz zu haben, denn wenige Minuten
vergingen, ehe Viktorias Spielführer nahezu ungestört in den Hermsdorfer
Strafraum durchbrach, doch ein gut aufgelegter Kolodzeycik konnte Schlimmeres
verhindern (49.). Es schien wie ein erneuter Weckruf für die junge Mannschaft
um Spielführer Rumöller, die fortan mehr und mehr für das
Spiel tat, in zahlreichen und vielversprechenden Kontermöglichkeiten
jedoch nicht zielstrebig genug agierte. Nach 66 Minuten verließ dann
Manndecker Blankenburg das Feld und der reaktivierte Trigault brachte neue
Impulse im Defensivbereich. In den folgenden Minuten erspielte sich der BFC
ein paar hochkarätige Chancen, die zur Freude der Hermsdorfer Anhängerschaft
ungenutzt blieben. Dabei hielt erneut Kolodzeycik seine Vorderleute stark
im Spiel, als er eine Dreifachchance der weitestgehend harmlosen Viktoria
fast alleine vereitelte (70.). Kurz darauf ging Viktorias Nr.8 äußerst
ungestüm gegen Habedank zu Werke, erhielt als Quittung die Ampelkarte
und schwächte seine Mannschaft auf dem riesigen Rasenplatz sichtlich.
So kam es, dass bis zur Finalen 90.Spielminute sich lediglich der VfB noch
zwei Matchbälle herausspielen sollte: So gönnte es Fortuna dem
akribisch ackernden Zellner erneut nicht, denn der Schlussmann der Viktoria
entschärfte Zellners Kopfball aus Nahdistanz und gegen die Laufrichtung
bärenstark (82.). Sekunden vor dem Abpfiff verpasste Göhler die
wohl größte Einschusschance der Begegnung, als der Ball nach einer
Pillon-Hereingabe an Zellner vorbeirauschte und vor die Füße des
Hermsdorfer Flügelspielers rollte (90.+4). So ging es nach 90 torlosen
Spielminuten in weitere 30 Minuten Fußball bei Hochsommerwetter.
Nach kurzer Erfrischungspause machte es dann Göhler besser als Minuten
zuvor und sein erlösendes Tor zum 1:0 fungierte als „Dosenöffner“
(Zitat FuWo) für die Rot-Weißen (92.). Coach Flemming brachte
noch einmal frische Arbeitskraft auf den Rasen: für den starken Göhler
kam neben Zellner der zweite „Eigentlich-noch-A-Jugendliche“ Hennings (93.).
Viktoria musste fortan dem mittlerweile kraftraubenden Unterzahlspiel in
brütender Hitze Tribut zollen und der Wille brach nun sichtlich. In
Spielminute 98 besorgte Krause nach starker Vorarbeit von Zellner die Zwei-Tore-Führung
für die Hermsdorfer und band den Sack somit endgültig zu.
In der zweiten Hälfte der Verlängerung dann ein ähnliches
Bild: Viktoria gab sich nun verständlicherweise auf und lud die Hermsdorfer
Offensive zu einem Überzahlangriff nach dem anderen ein. Bei einem dieser
Sorte blieb der omnipräsente Schütz beim Gang auf das gegnerische
Tor eiskalt und netzte zur vielumjubelten 3:0-Führung ein (114.). Den
Schlusspunkt setzte dann Haustein mit dem 4:0 (118.) und besiegelte den historischen
Pokalerfolg dieser jungen Mannschaft, die nach einem eher unglücklichen
Start in der Liga und großen Personalsorgen über die Wintermonate
hinweg eine tolle Saison auf dem 4.Tabellenplatz abschloss und mit dem Gewinn
des Berliner Pokals die Messlatte für die neue Saison sichtbar hoch
gelegt hat.
Der VfB spielte mit: Kolodzeycik - Blankenburg (66.Trigault), Rosenthal,
Pillon - Yavas (24. Göhler, 93. Hennings), Schütz, Krause, Haustein,
Rumöller - Habedank, Zellner.
Um nur einige zu nennen geht ein großer Dank an dieser Stelle an die
Trainer Sascha Flemming und Volker Marx, die das Team über die ganze
Saison super betreut haben und nicht nur fachlich, sondern insbesondere menschlich
eine tolle „Lehrperson“ darstell(t)en. Natürlich auch an die Mannschaft
selbst, an „Konny“, an die A-Jugendlichen mit ihren Trainern Frank Schaaf
und Sascha Lemke, die Spieler in brenzligen Zeiten aber auch zum Pokalfinale
abstellten. An unseren Trainer der ersten Mannschaft Jörg Schmidt, der
durch das meist gemeinsam geleitete Training der 1. Und 2.Mannschaft einen
großen Anteil am Leistungsvermögen der „Amateure“ hat.
Ich wünsche allen VfBlern eine schöne Sommerpause. Bleibt alle
gesund und munter, genießt die freie Zeit und wir sehen uns dann alle
hoffentlich gut erholt, topfit und gierig auf die neue Saison im Juli wieder.
Viele Grüße
Euer „Bornfluth“