Auftaktniederlage gegen den Topfavoriten

Der VfB unterliegt in der Berlin-Liga der VSG Altglienicke mit 0:2

Die Berlin-Liga-Saison 2011/2012 hat für den VfB Hermsdorf mit einer Niederlage  begonnen. Mit 0:2 mussten sich die Rot-Weißen an der Seebadstraße dem Topfavoriten der Liga, der VSG Altglienicke, beugen. Ein Sieg für die Südost-Berliner, der unter dem Strich verdient war, aber für den VfB unglücklich zu Stande kam.

Etwa eine halbe Stunde benötigte Altglienicke, um in Schwung zu kommen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der VfB hervorragend mitgehalten und in der 29. Minute sogar die bis dahin größte Chance des Spiels verzeichnet: Ein Gewaltschuss von Lenz Rumöller klatschte an die Latte, die Nachschüsse von Florian Venz (artistisch per Seitfallzieher) und Kevin Bornfleth fanden ebenso wenig den Weg ins Tor. Im Gegenzug hätte dann Kroll beinah den Führungstreffer für die Gäste erzielt, aber Tobias Breitschafter konnte für seinen bereits geschlagenen Torwart Peer Schiemann abwehren. Kurze Zeit später dann erneut Pech für Kroll und Glück für Hermsdorf, als ein Kopfball des VSG-Stürmers von der Unterkante der Latte ins Feld zurücksprang. Auch Schiemann konnte sich in der Endphase der 1. Halbzeit noch mit einigen Glanzparaden auszeichnen und seiner Mannschaft das 0:0 zur Halbzeit sichern.

Im zweiten Durchgang war es dann aber bereits nach 8 Minuten soweit: Ein Freistoss von Valentin aus halbrechter Position flog an Freund und Feind vorbei, setzte noch einmal auf und senkte sich dann über Schiemann ins Netz. Ärgerlich, dass bei dieser Aktion ein Stürmerfoul an Breitschafter nicht geahndet wurde, so dass der Treffer irregulär zu Stande kam. Altglienicke beherrschte nun das Spiel und kam zum zweiten Treffer, der die Entscheidung bedeutete. Kroll verwertete eine Eingabe freistehend gegen die Laufrichtung von Schiemann. Auch dieses Tor ärgerte VfB-Trainer Schmidt, war doch ein vermeintlicher Vorteil für Florian Venz nach Foulspiel zu einem Ballverlust geworden, den Altglienicke zum erfolgreichen Konter nutzte. Und eine dritte Entscheidung erzürnte die VfB-Gemüter noch. Als Niclas Warwel kurz vor Spielende von VSG-Torwart Stein im Strafraum von den Beinen geholt wurde, blieb die Pfeife von Schiedsrichter Eschwe stumm.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Gäste die bessere Mannschaft waren und verdient gewannen, zumal Schiemann noch weitere Großchancen zu Nichte machen konnte. Dieses Altglienicker Team hat zweifelsfrei Klasse und wird beim Aufstieg ein gewichtiges Wort mitreden. Somit kann man aus Hermsdorfer Sicht sicher nicht von einem Fehlstart in die Saison sprechen. Bedauerlich allerdings, dass Milan Elbe bereits nach einer Viertelstunde verletzt ausgewechselt werden musste. Nach den Ausfällen von Michael Haubner, Marcel Gaede (beide verletzt), Tobias Hampel (Angina) und Stephan Gerth (erst vor wenigen Tagen von einem Auslandseinsatz mit der Bundeswehr zurückgekehrt) ein weiterer herber Verlust; hoffen wir, dass sich die Verletzung als nicht zu ernsthaft herausstellt und Elbe bald wieder mitmischen kann.

Bereits am Mittwoch bei Lichtenberg 47 (Bornitzstraße, 18.30 Uhr)  und am kommenden Sonntag beim SC Staaken heißt es dann für den VfB Hermsdorf „neues Spiel, neues Glück“.

Aufstellung: Schiemann; Breitschafter; Feick, Rumöller (68. Pillon); Teichfischer (76. Haustein), Trebeß, Münchow, Springer, Elbe (14. Bornfleth); Venz, Warwel.

Lars Schepull