Derbysieg!

Der VfB besiegt die Reinickendorfer Füchse mit 3:1 – Auch die 2. Mannschaft ist siegreich

Mit einem hochverdienten 3:1-Sieg im Derby gegen die Reinickendorfer Füchse hat sich der VfB Hermsdorf vorerst von den Abstiegsplätzen der Berlin-Liga verabschiedet. Nach den teilweise bitteren und unglücklichen Niederlagen der letzten Wochen ein Sieg, der nicht nur drei Punkte wert ist, sondern auch Vertrauen in die Bewältigung der nächsten Aufgaben einflößen sollte.

Die Hermsdorfer starteten wie die Feuerwehr und bereits nach zwei Minuten lag der Ball erstmalig im Füchse-Netz. Jan-Ole Springer hatte sich auf der rechten Außenbahn sehr gut durchgesetzt, sein Pass erreichte Florian Venz, der von der Grundlinie in den Rücken der Viererkette spielte, Niclas Warwel fand und dieser erzielte mit einem trockenen Schuss aus 12 Metern die Führung. Nur wenig später das gleiche Schema: Rückpass, diesmal von Warwel auf seinen Sturmpartner Florian Venz, der ebenso trocken aus gleicher Position das 2:0 erzielte. Die Reinickendorfer erstarrten geradezu vor dem Sturmdrang der Rot-Weißen, die weiter das Tempo aufrecht hielten und sich hervorragende Chancen erspielten, um die Führung auszubauen. Die beiden Torschützen Venz und Warwel scheiterten jeweils knapp. Stattdessen nach einer halben Stunde der Anschlusstreffer: Eine einstudierte Freistoßvariante fand Blume, der den Ball mit dem Rücken zum Tor stehend per Hacke in die Maschen bugsierte. Auf Hermsdorfer Seite hatte man bereits Deju Vu-Ängste, war man doch vor 10 Tagen gegen den BSC nach 2:0-Führung und ausgelassenen Torchancen noch mit 3:5 als Verlierer vom Feld gegangen. Dieser Eindruck ließ auch nicht nach, als Lenz Rumöller kurz vor dem Halbzeitpfiff einen weiteren Treffer auf dem Fuß hatte und am guten Füchse-Torwart Gemeinhardt scheiterte.

Aber die Befürchtungen sollten sich an diesem Tag nicht bewahrheiten. Im Gegenteil waren es weiterhin die Hermsdorfer, die das Spiel bestimmten. Einen strammen Weitschuss von Stephan Trebess konnte Gemeinhardt noch zu Ecke retten, nach 63 Minuten aber war er chancenlos: Bei einem Konter hatte Venz zunächst seinen Gegenspieler aussteigen lassen und dann den Ball mit viel Übersicht Oliver Münchow serviert, der von der Strafraumgrenze zum 3:1 traf. Die Füchse mühten sich zwar weiterhin, scheiterten aber mit ihrer größten Chance an Peer Schiemann, der einem Kopfball aus Nahdistanz mit einem bravourösen Reflex das Überschreiten der Linie verwehrte.

Am Ende konnte sich auch Trainer Jörg Schmidt zufrieden zeigen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Angefangen mit einer Abwehr um den jungen Libero Fabricio Hennings und den beiden kompromisslosen Manndeckern Tobias Breitschafter und Jörn Feick, über ein Mittelfeld, das Rasen und Ball „besaß“, bis hin zu den beiden Stürmern, die ihren Gegenspielern immer wieder unlösbare Aufgaben stellten. Einziger Wermutstropfen war die gelb-rote Karte für Oliver Münchow, der nach 81 Minuten wegen zweier leichter Foulspiele vom Feld musste. Bedenkt man, dass ein Fuchs in der ersten Halbzeit für ein brutales und gesundheitsgefährdendes Foul an Danny Teichfischer ebenfalls nur gelb sah, ist hier die Verhältnismäßigkeit sicher nicht gegeben.

Aufstellung: Schiemann; Hennings; Breitschafter, Feick; Springer, Münchow, Rumöller (46. Hampel), Trebess, Teichfischer; Warwel, Venz (89. Haustein).

Ihren ersten Saisonsieg konnte die 2. Mannschaft in der Bezirksliga feiern, nachdem man zuvor dreimal Unentschieden gespielt hatte. In einem dramatischen Spiel gewannen die Hermsdorfer gegen Eintracht Südring mit 3:2, wobei Marc Zellner alle Treffer für den VfB erzielte. Das Siegtor fiel in der 94. Minute, nachdem die Gäste den 2:2-Ausgleichstreffer in der 92. Minute erzielt hatten.

L. S.