Ein
Punkt in der Dämmerung
1.
Mannschaft spielt 1:1 gegen Mahlsdorf – 2. Mannschaft trennt sich 0:0
von
Hertha 06
Das
Berlin-Liga-Spiel des VfB Hermsdorf gegen Eintracht Mahlsdorf fing mit
20minütiger Verspätung und einem Kuriosum an. Da einer der
Linienrichter nicht
erschienen war, half Konny Riethmüller, der Betreuer der
VfB-Zweiten, an der
Linie aus. Um es vorweg zu nehmen: Er machte seine Sache souverän
und
fehlerfrei.
Für
den VfB begann die Partie dagegen nicht ohne Fehler. Nach fünf
gespielten Minuten
konnte ein Ball am eigenen Strafraum nicht entscheidend geklärt
werden. Die
Kugel landete bei Piechocki, die Linienrichterin zeigte Abseits an,
aber
Schiedsrichter Gül ließ weiterspielen und mit einem
Schuß, der von der
Unterkante der Latte über die Linie sprang, erzielte der
Mahlsdorfer das 0:1.
In der Folgezeit hatten beide Mannschaften mit dem böigen Wind und
dem unebenen
Platz zu kämpfen, so dass im ersten Durchgang nicht viel mehr
Berichtenswertes
passierte.
Nach
der Pause zeigte der VfB dann jene im Abstiegskampf notwendigen
Eigenschaften,
die er beim letzten Heimspiel gegen Adlershof noch so vermissen
ließ: Einsatz,
Kampf und der Wille, nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. So
entwickelte
sich zwar auch in der 2. Halbzeit kein gutes Spiel, aber mit viel Moral
wollten
sich die Hermsdorfer den Ausgleich erarbeiten. Bereits nach 65 Minuten
wäre es
fast soweit gewesen, aber Marcel Gaedes Schuß strich um wenige
Zentimeter am
Eintracht-Tor vorbei. Wenige Minuten später wurde Marc Zellners
Abschluß nach
einer Eingabe von Niclas Warwel im letzten Moment abgeblockt. In der
74. Minute
war es dann aber so weit. Ein langer Ball von Fabricio Hennings fand
Warwel,
der mit dem Kopf den zögerlichen Mahlsdorfer Torwart Müller
bezwang. Die
Schlußphase fand auf Grund des späten Spielbeginns fast
schon bei Dunkelheit
statt, der VfB behielt aber die Übersicht und ließ sich
nicht von den letzten
Versuchen des Tabellenvierten, doch noch die drei Punkte auf die weite
Heimreise mitzunehmen, düpieren. Es war wie schon erwähnt
kein großes Spiel,
aber die Einstellung der ersatzgeschwächten Hermsdorfer Mannschaft
(es fehlten
Breitschafter, Feick, Springer, Gerth, Elbe und Haubner)
läßt die
VfB-Sympathisanten zuversichtlich in die letzten zwei Spiele der
Hinrunde gegen
Gatow und Empor blicken.
Aufstellung:
Kolodzeycik; Hennings; Rumöller, Hampel; Teichfischer, Trebess
(75. Bornfleth),
Münchow, Gaede, Zellner (89. Haustein); Venz, Warwel.
Auch
die 2. Mannschaft trennte sich von ihrem Gegner unentschieden. Die
Partie gegen
Hertha 06 endete torlos. Beide Mannschaften hatten gute
Möglichkeiten für ein
goldenes Tor, so dass die Punkteteilung unter dem Strich als gerecht
bezeichnet
werden muß. Auch hier muß vor allem das „zu Null“ als
Fortschritt gesehen
werden, nachdem man in den ersten 11 Saisonspielen 30 Gegentore
kassiert hatte.
Lars
Schepull